Theorie der Bach-Blüten-Behandlung
Wir wenden die Bach-Blüten-Behandlung auch deshalb sehr gerne an, weil sie den Menschen in seiner lebendigen Entwicklung sieht und ihn nicht auf seine derzeitige Erkrankung oder Probleme reduziert.Edward Bach betrachtete die Symptome seiner Patienten als ein Signal dafür, dass der Organismus sein natürliches Gleichgewicht deshalb verloren hat, weil eigene persönliche Entwicklungsmöglichkeiten nicht genutzt worden sind, weil es in dem lebenslangen Prozess der Persönlichkeitsentwicklung eine Unterbrechung gegeben hat oder ein Thema nicht beachtet oder beiseite gedrängt worden ist.
An diesem Punkt unterscheidet sich die Bach-Blüten-Behandlung grundlegend vom Menschen- und Krankheitsverständnis der heute üblicherweise praktizierten Medizin und Psychotherapie, bei dem Krankheiten oder Persönlichkeitsstörungen als vorgegebene Defizite angesehen werden, die lediglich mehr oder weniger geschickt therapiert (wörtlich: „gepflegt“) werden müssen. Deshalb halten wir es auch nicht für ratsam, eine Bach-Blüten-Behandlung zeitgleich mit einer Psychotherapie durchzuführen.
Es gibt keine Bach-Blüten gegen bestimmte Erkrankungen, und deshalb wird diese Behandlungsform auch von vielen Kritikern gar nicht verstanden. Die einzelnen Blütenextrakte sprechen auf der Ebene der biologischen Regulation jeweils grundlegende positive menschliche Fähigkeiten und Möglichkeitenan, und tragen dadurch zur Wiederherstellung eines gesunden Gleichgewichts bei. Sie katalysieren - ähnlich wie die Vitamine auf der Ebene des Stoffwechsels -natürliche und selbstverständliche Prozesse. Ein Beispiel: Die Blüten, die in der Bach-Blüten-Behandlung bei deprimierten Stimmungen eingesetzt werden, wie z.B. Mustard (die Senfblüte), wirken nicht als nebenwirkungsträchtiges Antidepressivum, sondern unterstützen die selbstverständliche Fähigkeit, sich gerne auf neue Erfahrungen einzulassen und hierdurch Trauer und Depressivität zu überwinden.